STANDORT

Ein Museum in einmaliger Lage und in Denkmal-geschützten Gebäuden

 

A  Hauptstandort des Museums sind die Backsteingebäude des ehemaligen Bahnbetriebswerks (ehemalige Lokleitstelle).

 

B  Im historischen Bahnhofsgebäude sind weitereAbteilungen des Museums denkbar, zum Beispiel Reisekultur, Kunst und Stadtgeschichte. Weitere Nutzungen wie Gastronomie, Einzelhandel und Reisezentrum tragen entscheidend zur Bedeutung des Inselbahnhofs als modernem Taktknoten des Nah- und Regionalverkehrs bei.

 

C  Das derzeit noch in Betrieb befindliche Stellwerk an Gleis 8 soll nach Modernisierung des Bahnhofs Teil des Museums werden. Die technische Ausstattung ist original vorhanden.

 

D  Das Umfeld der Eilguthalle soll als attraktive Parkanlage gestaltet werden. Dabei soll Themen der Bodensee-Schifffahrt wie der Trajektverkehr dargestellt werden. In der Eilguthalle wird zukünftig von einem privaten Investor ein Automobilmuseum installiert.

 

E  Der Mangturm soll wieder für Besucher geöffnet werden. Mittels Schiffsmodellen und anderen Exponaten sollen Informationen zum Seehafen und zur Bodenseeschifffahrt vermittelt werden.


Alle Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Herauszustellen ist, dass die historischen Technik-Gebäude und Anlagen nicht nur erhalten, sondern in ihrer ursprüngli­chen Funktion noch in Betrieb sind. Sofern die Anlagen bereits abge­rissen sind (Trajektrampe mit Gleis­trassen, Lokschuppen mit Drehscheibe), so sind zumindest deren Stellen nicht unwieder­bringlich verbaut, so dass sie mit entsprechender Freiraumgestaltung und Dokumentation wieder erlebbar gemacht werden können.

 

Die Gleisanlagen an der Eilguthalle können entsprechend den vorliegenden städtischen Planungen als öffentliche Parkanlage gestaltet werden. Im Park können ortsbezogen Einzel­objekte installiert werden. Zusätzliche Schau- und Informations­tafeln können die frühere Funktion dieser Bereiche erklären und veranschaulichen, zum Beispiel an der Trajektmole. Zwischen Eilguthalle und der früheren Tra­jektmole kann das Gleis durch eine entsprechende Freiraumgestaltung symbolisch darge­stellt werden, so dass Trassenverlauf und ehemalige Funktion deutlich werden.

 

Im Umfeld des Museums ist eine moderate Bebauung vorstellbar, die als raumbildende Elemente zu den Blick- und Bewegungist eine moderate Bebauung in Form raumbildender Baukörper möglich. Entscheidend ist der Erhalt des solitären Charakters des Bahnhofsgebäudes. Auch der zentrale Kreuzungspunkt der Blick- und Bewegungsachsen muss von Bebauung frei bleiben, damit er seine Funktion als Orientierungs- und „Drehscheibe“ erfüllen kann. (Hier befand sich früher tatsächlich eine Bahndrehscheibe!) .

 

Zusätzliche Außenstellen können in Bahngebäuden auf dem Festland in Aeschach und in Reutin entstehen (teilweise ebenfalls unter Denkmalschutz): 

  • Schrankenposten Bahnübergang Holdereggenweg
  • Stellwerk Bahnübergang Bregenzer Straße
  • Stellwerk Reutin
  • Ehemalige Betriebsgebäude an der Ladestraße 

 

Über einen Bahnerlebnisweg entlang der Bahntrasse mit verschiedenen Statio­nen (Schrannenplatz, Seedamm, Gleisdreieck) können diese Gebäude fuß­läufig von der Insel erreicht  werden. Weitere Verkehrserlebniswege sind denkbar am Seehafen bis hin zur Alten Werft sowie entlang der Bahntrasse nach Bodolz bis Schönau (Rampe Hoyer­berg, früherere Bahnhalte, Trassierungstechnik zur Überwindung des Höhen­unterschiedes Bodensee-Allgäu).

Lindau Gebäude Hauptbahnhof am Seehafen (Foto J.Fischer)

Hauptbahnhof

Ehemalige Lokleitstelle am Schützinger Weg (Foto J.Fischer)

Ehemalige Lokleitstelle

Eilguthalle am Seehafen Lindau (Foto J.Fischer)

Eilguthalle

Ehemalige Trajektmole mit Leuchtturm Seehafen Lindau (Foto J.Fischer)

Ehemalige Trajektmole

Gleisanlagen Inselbahnhof (Foto J.Fischer)

Gleisanlagen, links Eilguthalle

Bahnhofs-Stellwerk HBF Lindau (Foto J.Fischer)

Stellwerk, rechts Lokleitstelle