Thema STADTGESCHICHTE

 

Die Entwicklung der Stadt Lindau ist in entscheidendem Maße von Eisenbahn und Schifffahrt geprägt.  Mit der Ankunft der Bahn erlebte die Handelsstadt eine neue Blütezeit. Auch der Tourismus (damals "Fremdenverkehr") bekam mit dem Bahnanschluss entscheidende Impulse. 
 
Der Eisenbahndamm von Aeschach auf die Insel führte zur Entstehung des Kleinen Sees und veränderte nachhaltig das Erscheinungsbild der Insel. Im westlichen Inselbereich entstanden mit Bahnhof und Bahnbetriebswerkstätten umfangreiche Verkehrsflächen und -anlagen. Am Schrannenplatz wurden 19 Lagerhallen für Getreide gebaut mit einer Lorenbahn zum Seehafen. Der Bahnanschluss gab auch für den Tourismus  in Lindau entscheidende Impulse. Am Seehafen entstanden erste große Hotelbauten. Mit dem Neubau des Empfangsgebäudes 1913-1921 können Bahnreisende nunmehr direkt von der Bahn auf das Schiff umsteigen, 
 
In Reutin setzte  mit dem Bau des Güterbahnhofes die Entwicklung des  Stadtteil Reutins ein. Die Industrie­entwicklung in Reutin und Zech wird durch  Motorentechnik, -entwicklung und –fabrikation geprägt. (Firmen MAN, Saurer, Dornier). Auch die Sozialgeschichte Lindaus, insb. Reutin, ist ohne die bahn nicht denkbar. So war die Bahn einer der größten Arbeitgeber der Stadt, zudem  entstanden zahlreiche Wohngebäude für Eisenbahner.

 

Stadtentwicklung Lindau
Ansicht Hintere Insel mit Kaserne, Lokschuppen und Bahnhof, 1913
Dampf-Schifffahrt  und Mangturm
Seehafen um 1900 mit Dampftrajekt II und Salondampfer "Kaiser Wilhelm"
Handels- und Warenumschlagplatz
Seehafen mit Brettermarkt und Werft