Thema SCHIFFFAHRT

Bodensee-Trajekte

Bodensee-Trajekte waren Eisenbahnfähren, die ab 1869 von den Bahngesellschaften zum Transport von Eisenbahn-Güterwagen über den Bodensee eingerichtet wurden. In der Blütezeit der Eisenbahn waren sie vor allem für den Güterverkehr von großer Bedeutung. Von bzw. nach Lindau bestanden Verbindungen nach Konstanz (bis 1899) und nach Romanshorn (bis 1938). Auf der Verbindung Friedrichshafen-Romanshorn wurde die Überführung von Güterwaggons 1976 eingestellt.

Stadtarchiv Lindau
Trajektverkehr, um 1930

Dampfschifffahrt

Stadtarchiv Lindau
Seehafen, ca. 1900

 

Personen-Dampfschifffahrt: Lindau als ehemals größter Dampfschifffahrtshafen am Bodensee;

 

 


Güterumschlag im Lindauer Seehafen

Der Seehafen war bis Ende des 19.Jahrhunderts ein wichtiger  Güterumschlagplatz für Holz, Getreide, Salz und andere Güter:

  • Die Stadt Lindau war Endpunkt der Tiroler Salzstraße und damit der wichtigste Salzumschlagplatz am Bodensee. Die Obere Tiroler Salzstraße verlief über Berchtesgaden/Hall in Tirol - Außerfern - Oberjochpass - Immenstadt - Simmerberg nach Lindau, die  Untere Tiroler Salzstraße über Kempten–Isny–Wohmbrechts.
  • Mit dem Bau der Bahnstrecke Augsburg-Lindau  bestand Anschluss an die Strecken nach Südosteuropa, so dass nunmehr verstärkt  Getreide aus Ungarn über Bahnhof und Hafen umgeschlagen werden konnte.
Seehafen mit Brettermarkt und Werft, um 1900
Seehafen mit Brettermarkt und Werft, um 1900

Lindauer Werft

Werft in Lindau
Werft in Lindau

Die Lindauer Schiffswerft östlich des Seehafens wurde in den 1960er Jahren aufgegeben , die Bootshalle abgerissen. Sie war am Bodensee eine der größten Schiffshallen, in der auch große Motorschiffe wie das MS Allgäu (mittlerweile leider auch abgewrackt) Platz fanden.