Warum ein Verkehrsmuseum in Lindau?

Die Entwicklung der Stadt Lindau ist entscheidend geprägt von Eisenbahn und Schifffahrt

Die Entwicklung der Stadt Lindau ist, wie viele andere Städte am Bodensee, maßgeblich von der Verkehrsentwicklung zu Lande und zu Wasser geprägt. So wie die Stadt Friedrichshafen durch Zeppelin und Dornier weltweit bekannt ist, ist es in Lindau die Besonderheit der Insellage mit Bahndamm, Seehafen und lnselbahnhof. Dieses Ensemble hat vor rund 150 Jahren mit der Eröffnung der Ludwig-Süd-Nord Bahn als erste Fernverbindung der bayeri­schen Staatseisenbahn Geschichte geschrieben. Als Knotenpunkt nationaler und internationaler Strecken ist Lindau der herausragende Ort der Mobilitäts­geschichte des Bodensees.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Insel Lindau 1914

Städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten in einmaliger Lage und in denkmal-geschützte Gebäuden

Die Lage am Hauptbahnhof auf der Insel und direkt am Seehafen eröffnet die Möglichkeit, auf ehemaligen Bahnflächen die Verkehrsbedeutung von Lindau für den Schienen- und Schiffsverkehr an einem zentralen und viel besuchten Standort darzustellen.  Damit bietet sich für Lindau die einmalige Chance einer attraktiven Nachnutzung der Gleisanlagen im Umfeld des Hauptbahnhofes und des Seehafens. Davon würden die Lindauer Bevölkerung und die Gäste der Stadt Lindau gleichermaßen profitieren.


Stärkung des Tourismus in Lindau

Mit dem Verkehrsmuseum als ganzjährig geöffnete Einrichtung besteht in den Herbst- und Wintermonaten sowie bei Schlechtwetterperioden eine zusätzliche Attraktion in Lindau.  Der touristisch attraktive Seehafen wird in Richtung Hintere Insel erweitert. 

Tagesgäste können umweltfreundlich direkt mit dem Zug zum Museum fahren. Die Insel wird nicht mit zusätzlichem Verkehr belastet.

 

Beispiel Zeppelinmuseum Friedrichshafen: Das Zeppelin Museum hat mit jährlich rund 250.000 Besuchern auch 17 Jahre nach seiner Eröffnung im Hafenbahnhof dauerhaft hohe Besucherzahlen und erreicht da¬mit einen Eigendeckungsgrad von rund 50 %, ein für ein Museum hervorragender Wert. Dazu trägt neben anderen Faktoren vor allem die touristisch herausragende Lage direkt am See bei. Die Besucherverteilung über das Jahr geht mit den Zyklen des Tourismus am See einher, das Marketing arbeitet aber zusammen mit anderen Institutionen um den See auch gezielt an einer Steigerung der Attraktivität in den schwach besuchten Monaten im Herbst und Winter.

 

Museumsverbund in der Euregio Bodensee

Ein Verkehrsmuseum Lindau wäre eine hervorragende Ergänzung der inter­nationalen Museumslandschaft am See, die sich in den letzten Jahren im­mer mehr in Richtung Technik- und Mobilitätsgeschichte entwickelt hat. Zu­sammen mit dem Zeppelin Museum und dem Dornier Museum Friedrichshafen, dem Locorama Romanshorn und dem Seemuseum Kreuzlingen kann der Luft-, Schienen- und Was­serverkehr der Bodenseeregion in umfassender Weise dargestellt werden. Dies wäre in Europa einzigartig!